Mosel 1984

Etappen der Ruderwanderfahrt:

Datum Von Km über Km Nach Strecke
31.8.84 Anreise
1.9.84 Trier 25,2 km Pölich 15,8 km Neumagen 41 km
2.9.84 Neumagen 22,4 km Bernkastel-K. 18,9 km Wolf 41,3 km
3.9.84 Stadtrallye Traben-Trabach
4.9.84 Wolf 24,1 km Zell 18 km Nehren 42,1 km
5.9.84 Nehren 17,8 km Cochem 19,6 km Burgen 34,7 km
6.9.84 Ruhetag Besichtigung Burg Eltz
7.9.84 Burgen
8.9.84 Rückreise
Gesamt 190,4 km

Auch für diesen Bericht sind Informationen wieder aus dem damals geschriebnen Artikel entnommen worden, der in diesem Jahr jedoch von Antje Wienert, Daniel Suciu-Sibianu und Dominik Scheuten geschrieben wurde, da Oliver Ristau nicht an dieser Tour teilnahm. Selten war auf einer Ruderwanderfahrt das Wetter so schlecht, und rückblickend war es schon außergewöhn­lich, dass es auf der drei­stündigen Hinfahrt nicht schon regnete. Mitgeführt wurden fünf Ruderboote, Mars, Jupiter, Merkur, Ostpreußen und Moby Dick, die, verzurrt auf dem Bootsanhänger, von dem neuen Vereinsbus gezogen wur­den. Allein bei der Vorstellung, heute fünf Boote ziehen zu müssen, würde selbiger Bus, der noch immer in unseren Diensten ist, auseinanderbrechen. Außerdem fuhren auch in diesem Jahr wieder einige Kanuten mit.

Der erste Rudertag verlief problem­los. Das Wetter war noch einigermaßen akzeptabel. In Neumagen am Abend kam Besuch in Gestalt des Schulleiters und der Sekretärin Frau Hans, die jeweils von ihren Ehepartnern begleitet wurden. Des weiteren kamen Martina Diehl und Marco Witte für einen Tag zu Besuch.

Auch der Rudertag nach Wolf ging ohne Probleme vonstatten, wenn man einmal davon absieht, dass Anja Luckey abends an totaler Überanstrengung litt, was sich durch Schüttelfrost und mehrfaches Erbrechen äußerte. Auch Anja hatte sich am nächsten Tag jedoch wie­der erholt, so daß wir alle mit großem Spaß an der Stadtrallye in Traben-Trarbach teilnehmen konn­ten. Leider ist diese Stadt erst nach einem 4 km langen Fußmarsch zu erreichen, und so waren wir am Ende des Tages nach einer eben­falls ausgetragenen Regatta und weiteren Spielen ziemlich erschöpft und gingen bald ins Bett.

Was in der Nacht noch für einen vorübergehenden Schauer gehalten wurde, entpuppte sich am nächsten Morgen als Landregen, der uns bis zum Ende der Fahrt mit einigen kurzen Aussetzern begleiten sollte. Es wurde irrsinnig kalt auf dem Wasser, und nur so sind auch die hektischen Anlegemanöver am nächsten Tag zu erklären, bei denen ein Skull zerbrochen wurde und der Jupiter zwei Risse davontrug. Nicht genug damit. So kenterte am Nachmittag auch noch beinahe ein Boot, dessen Ausleger sich in einer Schleuse mit einer Leiter verhakt hatte. Thomas Laxy konnte ihn in wirklich letzter Sekunde lösen. Am Abend stellte sich nicht so sehr das Problem, den Jupiter zu flicken. Dies gelang in einer Sonderschicht während der Nacht. Wir hatten jedoch festgestellt, dass ein Ausleger desselben Bootes angebrochen war und das er den nächsten Tag, ohne vorher geschweißt zu werden, nicht überstehen würde. Zu diesem Zeitpunkt war es 18:20 Uhr. Wie die Irren fuhren Thomas Laxy und ich in die nächste Stadt, um noch jemanden zu erreichen, der uns den Ausleger schweißen konnte, und ich erinnere mich, in Anbetracht von Thomas‘ Fahrweise mir gewünscht zu haben, nicht im Auto zu sitzen. Letztendlich fanden wir eine gute Seele, die uns den Schaden behob. Erneut im Regen wurde der nächste Tag bestritten. Schüler der 10a lieferten sich an diesem Tag ein Rennen mit zwei Vierern, und Lars Baruth sprang für eine Wette in Höhe von DM 5,- in eine Schleuse. Station war in Burgen bei einem Campingplatz, zu dem ein Freibad gehört, in das doch tatsächlich einige Mutige trotz Kälte und Regen sprangen.

Der nächste Tag wurde genutzt, um die Burg Eltz zu besichtigen. Nachdem wir die Mosel mit einer Fähre überquert hatten, mussten wir noch etwa 90 Minuten wandern. Die wirklich schöne Burg und das dort eingenommene Essen entschädigten für alles. Es entschädigte sogar für das ständige Gezänk, das man sich zwischen Bernd Helfer und Katrin Wiebus bei dieser Wanderung anhören mußte. Der weitere Tag ging im Regen unter, und so konnte das Abendessen nur portionsweise in Eckart Grobers Wohnmobil gekocht werden, da unsere offene Küche einfach nicht zu benutzen war. Die Nacht brachte die Sintflut. Zwei Zelte schwammen weg, und nach und nach trafen sich die meisten Wanderfahrer auf den Toiletten, um ihre Schlafsäcke und Klamotten trocken zu föhnen. Am nächsten Tag brachte „Ecki“ mehrere Müllsäcke mit nassen Klamotten zu einem Wirt, der uns angeboten hatte, seinen Trockner zu benutzen. Die letzte Etappe nach Koblenz brachte keine Probleme, und die Nachricht, dass wir in der beheizten Gymnastikhalle des Vereins übernachten durften, half über so manches hinweg.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem Lokal, bei dem plötzlich auch noch Peter Funk auftauchte, klang der letzte Tag mit der obligatorischen Party aus. Die Rückfahrt verlief reibungslos.

<\/body>