Wera/Weser 1981

Etappen der Ruderwanderfahrt:

Datum Von Km Über Km Nach Strecke
22.9.81 Anreise
23.9.81 Eschwege 27,8 km Allendorf 31,4 km Han.-Münden 59,2 km
24.9.81 Han.-Münden 28 km Wahnbeck 39,5 km Holzminden 67,5 km
25.9.81 Holzminden 43,1 km Bodenwerder 23,5 km Hameln 66,6 km
26.9.81 Ruhetag
27.9.81 Hameln 28,3 km Rinteln 39,4 km Minden 67,7 km
28.9.81 Minden 34,8 km Schlüsselburg 6 km Stolzenau 40,8 km
29.9.81 Stolzenau 24,4 km Nienburg 31,4 km Hoya 55,8 km
30.9.81 Rückreise
Gesamt 357,6 km

image001Über diese und die folgenden Ruderwanderfahrten ist weit mehr bekannt, was in erster Linie der auflebenden Tradition der Wanderfahrtszeitungen zu verdanken ist, die in den ersten Jahren von Oliver Ristau erstellt wurden. Mit sage und schreibe fünf Bussen fuhr man am 22.9. gen Eschwege, und trotzdem kam der größere Teil der Gruppe mit dem Zug an. Ausgestattet war man mit sechs Booten, den vereinseigenen Mars und Snoopy sowie den Leihbooten Rhein, Schellturm, Artemis und Aphrodite aus Benrath. Bereits am ersten Tag sollte sich diese Ruderwanderfahrt als Abenteuerfahrt entpuppen, und das nicht nur, weil man am Morgen an der Grenze zur DDR vorbeiruderte, wo man die eifrig durchs Fernrohr glotzenden Wachposten eigentlich mit „Go-West“ (Zigaretten) Aufklebern auf den Booten schocken wollte. image003Bei der Nachmittagsetappe teilte sich die Werra, und drei Boote wählten den falschen Weg, womit sie ahnungslos auf das Wehr zuruderten. Als sich die Ruderer langsam über die zunehmende Strömung wunderten, war es auch schon zu spät. Nur ein waghalsiges „Anlegemanöver“ an einem Brückenpfeiler brachte Halt und somit Rettung. Unter der freudigen Anteilnahme von zahlreichen Gaffern auf der Brücke wurden die Boote schließlich mit Hilfe des THW und der Polizei in die Fahrrinne zurückmanövriert, so daß sie nach circa zwei Stunden ihre Fahrt fortsetzen konnten. Der nächste Tag brachte die Vereinigung von Werra und Fulda, eine schöne Ruderetappe und ein Schwimmbad im Bestimmungsort Holzminden, das auch von einigen Teilnehmern der Fahrt, nicht zuletzt der Duschen wegen, aufgesucht wurde. image011Der Tag klang aus beim Lagerfeuer, an dem Marcus Zmugg und Gerd Heinen ihr Können an der Gitarre demonstrierten.
Der nächste Tag auf Wasser brachte nichts Außergewöhnliches. Die Weser wurde breiter, das Wasser dreckiger und die Schiffe wurden größer.
Am Abend gin­gen die meisten in die Innenstadt von Hameln, die aufgrund ihres Reichtums an Fachwerkhäusern wirklich sehenswert ist. Am nächsten Tag konnten in aller Ruhe die Blasen gepflegt und die Klamotten getrocknet werden. Beim Ruhetag in Hameln besichtigte jeder, was er gerade wollte, ob es nun die berühmte Osterstraße oder eine Eisdiele war. Dieser Ruhetag war folglich auch ein idealer Tag, um den Ruderwanderfahrern einen Besuch abzustatten; Familie Kilander kam für zwei Tage. Am Nachmittag wurde ein packendes image007Fußballturnier veranstaltet, bevor man sich nach dem Abendessen erneut in die Stadt begab. An diesem Tag sorgte Dieter Suhr, seines Zeichens Lehrer mit Vorbildfunktion, für großes Gelächter.

SRG Boot in Not. Nachdem er beim Fußballspielen offensichtlich zu viele Bälle auf den Kopf bekommen hatte, hängte er sich mit seinen Füßen Kopf unten, an einen Baum und mimte einen Affen. Den Umstehenden hat diese Darbietung äußerst gut gefallen, und so ging ein insgesamt sehr witziger Tag zu Ende.

image005Nachdem der 27.9. ohne größere Probleme gemeistert worden war, begann der 28.9. mit einer kleinen improvisierten Geburtstagsfeier für Anette. Die Ruderetappen erwiesen sich als äußerst ungleich, so daß die erste mit 34,8 km sehr strapaziös, die zweite mit lächerlichen 6 km äußerst unterfordernd war. Diese Aufteilung war so natürlich nicht vorgesehen, doch es fand sich kein geeigneterer Ort für den Wechsel. Außerdem war an diesem Tag eine Bootsgasse zu durchfahren. Dies war Neuland für die SRG Ruderer. Trotzdem blieben alle Boote ohne Schaden, und Spaß machte das Befahren dieser „Wasserrutsche“ auch Nachdem auch die letzten Etappen des fol­genden Tages, inklusive einer weiteren Bootsgasse, bewältigt waren, wurden die Boote in Hoya abgeriggt und verladen. Nach der obligatorischen Abschiedsfete des Schlußabends fuhren alle Teilnehmer am näch­sten Tag ein bißchen wehmütig, aber zufrieden nach Erkrath zurück.

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