Donau 1988

Etappen der Ruderwanderfahrt:

Datum von km über km nach Strecke
25.8.88 Anreise
20.8.88 Regensburg 26,5 km Geißling Mariaposch. 32,527,7 km Straubing Mühlham 59,0 km 51,7 km
27.8.88 Straubing 24,0 km
28.8.88 Mühlham 18,3 km Vilshofen 24,3 km Passau 42,6 km
29.8.88 Passau 26,2 km Engelhartzell 33,0 km Neuhaus-Unterm. 59,2 km
30.8.88 Neuhaus-Unterm. 32,9 km Linz 28,0 Au 60,9 km
31.8.88 Neuhaus-Unterm.
01.9.88 Au 32,1 km St. Nikola 39,3 km Melk 71,4 km
02.9.88 Melk 32,2 km Stein 40,5 km Tulln 72,7 km
03.9.88 Stadtbesichtigung Wien Rückreise Der Kleinbusse
04.9.88 Rückreise

Nun wird die Dokumentation immer schwerer. Nicht nur, daß es von dieser Fahrt keine Zeitung gibt, sondern es war auch eine Fahrt, an der ich selbst nicht vollständig teilge­nommen habe. Aus diesem Grund kann ich nur einige Ereignisse aufgreifen, die mir mitgeteilt wurden.

Die Anreise verlief relativ problemlos, auch wenn sie sehr lang war und der SRG Bus ebenso wie die Fahrer leichte Emüdungserscheinungen zeigte.

Von den Etappen der ersten Tage ist mir nichts Außergewöhnliches bekannt. Bereits in Straubing bekam die Gruppe Besuch von einigen Abiturienten, die nunmehr bei der Bundeswehr oder in der Ausbildung waren. Es mag verrückt erscheinen, für einen Samstag bis fast an die österreichische Grenze zu fahren. Trotzdem trafen Bernd Helfer, Daniel Suciu-Sibianu, Gero Ritzenhöfer, Andreas Höger und ich dort spät in der Nacht ein. So erlebten wir den folgenden Samstag und Sonntagvormittag mit.

Bereits am Samstag kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Wasserpolizei. Eckart Grober fuhr das mitgeführte Motorboot von Ralph Hausmann. Dieser war nicht im Boot, und Eckart Grober hatte zwar einen Bootsführerschein, dieser war aber für den verwendeten Motor nicht ausreichend. Nur wenn Ralph selbst im Boot gewesen wäre, hätten die Polizisten nicht einzuschreiten brauchen.

So aber wurde es teuer, und das folgende Foto zeigt den Chef, nachdem er verdammt tief in die Tasche hatte greifen müssen. Ansonsten gibt es von dieser Ruderwanderfahrt wohl noch zwei Besonderheiten zu berichten. Schon während der ganzen Fand wurde stets eine mitgeführte Piratenfahne geschwenkt. Als sich nun eines Abends der Nebel malerisch auf den Fluß legte, bestiegen Christian Kirschning und Dominik Brück splitternackt das Motorboot, um mit Piratenfahne plötzlich vor der Gruppe aus demNebel aufzutauchen. Die Kameras klickten, als ob Michael Jackson einer der Piraten gewesen wäre, und alle Anwesenden haben über diesen Spaß herzhaft lachen können. Einigen Eltern war diese Szene aber offenbar zu „offenherzig“, und so werden bei zukünftigen ähnlichen Aktionen alle Kleineren schnell den Ort des Geschehens verlassen müssen, um sich sofort wieder dem Lesen ihrer mitgebrachten BRAVOS widmen zu können. Des weiteren machte die Schlußetappe allen schwer zu schaffen. Das Wetter war mittlerweile umgeschlagen. Es blies ein eisiger Wind, und es regnete in Strömen. Viele dachten, sie würden es nicht schaffen. Alle froren erbärmlich, und man war in Tränen aufgelöst, als man das Ziel endlich erreicht hatte.

Der letzte Tag wurde für einen Ausflug nach Wien genutzt. Die Rückfahrt war lang, verlief aber reibungslos.

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